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Jeden 2. Dienstag im Monat - Grüner Bürgertreff - in der Galerie Langenohl - 19 Uhr


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28. November 2016

Streuobstwiese komplett bepflanzt

Neue Bäume sorgen für tolle Visitenkarte am Ortseingang

Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche. „Eine bunte Mischung halt“, beschriebt Gabi Brunsmeier die Auswahl, die der Verein Heesfelder Mühle jetzt auf der Wiese am Handweiser gepflanzt hat.  20 Hochstämme ergänzen den Bestand, der auf Anregung des Ortsverbandes der Grünen vor vier Jahren gepflanzt worden war.
Zwischen Südumgehung und Hohbüschener Weg haben im Frühjahr die Bäume aus der ersten Pflanzaktion bereits geblüht. Gepflanzt wurden jetzt erneut alte heimische Obstsorten, die Gabi Brunsmeier, Fachberaterin für Streuobstwiesen, für diesen Standort ausgewählt hat. Die Pflege der Obstbäume übernimmt für die nächsten Jahre ebenfalls der Verein Heesfelder Mühle. Die Kosten für die Pflanzaktion und die Pflege werden durch Spenden gedeckt, die die Meinerzhagener Grünen aufbringen.

Gute Zusammenarbeit mit Verwaltung

Mit der Streuobstwiese an der Südumgehung wird die Brachfläche deutlich aufgewertet. Für die Grünen ist die Wiese, vor allem zur Blütezeit im Frühjahr eine „ausgezeichnete Visitenkarte am Ortseingang“, so Grünen-Sprecher Karl Hardenacke. Fraktionssprecher Ingolf Becker freute sich, dass die Verwaltung das Vorhaben von Anfang an unterstützt und der zuständige Ausschuss Mitte November „grünes Licht“ für die weitere Bepflanzung gegeben hat.
Für Klaus Brunsmeier vom BUND ist die Weise ein absolutes Vorzeigeobjekt. „Damit hat Meinerzhagen jetzt die größte innerstädtische Streuobstwiese in Südwestfalen“, sagte das BUND-Vorstandsmitglied. Streuobstwiesen gelten als vielseitiges Biotop. Sie bieten einen Lebensraum für viele Kleintierarten, tragen zum Erhalt heimischer Obstsorten bei, filtern Luft, sorgen für ein angenehmes Kleinklima  und sorgen für Farbtupfer in der Landschaft. (rk)

 

21. November 2016

Kämmerer stellt Finanzplanung vor

Grüne begrüßen Sparanstrengungen, fordern aber weitere Schritte

Meinerzhagen. Mehr als 11,7 Millionen Euro will die Stadt im kommenden Jahr investieren. Dabei werden möglicherweise auch Investitionen im Haushalt berücksichtigt, die im kommenden Jahr nicht mehr realisiert werden können und zurück gestellt werden müssen. Dann aber belasten sie nicht mehr den Haushalt 2018, der ausgeglichen sein muss.

Mit diesen „Tricks“ und einer Menge optimistischer Annahmen will Kämmerer Jens Groll die Vorgaben einhalten, um die Latte für den Haushaltsausgleich 2018 nicht zu reißen. Das machte der Kämmerer in seinen Erläuterungen bei der Haushaltsklausur der Meinerzhagener Grünen deutlich. Groll erläuterte dabei den Grünen und der UWG-Fraktion in einer gemeinsamen Sitzung seine Vorstellungen für die Finanzplanung bis 2020. Frohe Botschaft für die Kommunalpolitiker: Bis 2020 sind keine Steuererhöhungen vorgesehen. Groll betonte: „Die Latte hängt sehr hoch.“ Er sei aber zuversichtlich, dass sie nicht gerissen werde.

„Annahmen zum Ausgleich sehr optimistisch“

Ein Arbeitskreis, dem Teilnehmer aus allen Fraktionen angehören sollen, soll mit der Verwaltung Einsparmöglichkeiten beraten. Ob dabei alle Investitionsmaßnahmen auch realisiert und keine freiwilligen Leistungen eingespart werden, wird sich noch zeigen. Ingolf Becker, Fraktionsvorsitzender der Grünen, begrüßte die Pläne, die Kommunalpolitiker in die Spar-Überlegungen einzubinden.

Zugleich sahen die Grünen die Annahmen des Kämmerers als sehr optimistisch an. Die Finanzplanung „gleicht dem Blick in eine Glaskugel“, umriss ein Fraktionsmitglied die Verlässlichkeit der Planzahlen. Bemängelt wurde vor allem, dass „kein Puffer bei den Haushaltsansätzen erkennbar sein“. Eine Verbesserung auf der Einnahmeseite erhofft sich Jens Groll vor allem durch eine Vermögensanalyse und die Verwertung des Vermögens (ca. 500.000,- Euro) und Gewinnausschüttungen vor allem bei der Sparkasse, den Stadtwerken und der Baugesellschaft. Zielsetzung der Verwaltung sei es, die freiwilligen Leistungen zu erhalten. Allein hier liegt der Zuschussbedarf bei rund vier Millionen Euro pro Jahr.

In der neuen Steuerungsgruppe "Haushalt und Wirtschaft" werden die Grünen auf Einsparungen drängen, kündigte Fraktionschef Ingolf Becker an. Dabei dürfe auch Gewohntes kein Tabu sein. Immerhin: die geplante Umwandlung der Freibäder in einen Eigenbetrieb sei ein Schritt in die richtige Richtung, war das Fazit in der folgenden Fraktionssitzung.  (rk)

 

 

15. September 2016

Volme-Grüne selbstkritisch: Kommunikation und Außendarstellung verbessern

Gemeinsame Aktion in Planung


Kierspe. Tue Gutes und lass andere darüber reden. - Die Leitlinie von Werbestrategen stand beim Treffen der Volme-Grünen mit im Raum. In der alten Brennerei in Kierspe-Rönsahl war die Kommunikation nach innen und die Darstellung nach außen ein zentrales Thema der Ortsverbände der Grünen aus Halver, Kierspe und Meinerzhagen. Die Verbände treffen sich seit Beginn der Regionale 2013 Rahmen regelmäßig zum Meinungsaustausch.
Wie Außenstehende besser erreicht werden können, soll Thema eines Seminars sein, dass eine Arbeitsgruppe kurzfristig vorbereiten will. Es geht darum, „grüne Themen besser zu vermitteln, aber auch darum, Bürgerinnen und Bürger verstärkt für Politik zu interessieren“, hieß es. Bei dem Treffen, das Detlef Jungmann von den Kiersper Grünen moderierte, wurden auch gemeinsame Interessen und Handlungsfelder der Volme-Grünen angesprochen. Schnell kristallisierte sich dabei heraus, dass die Stadthalle in Meinerzhagen auch überörtlich von Interesse ist und im Kern erhalten werden sollte. Paolino Barone, Sprecher der Meinerzhagener Grünen, hatte die Entwicklung der Diskussion geschildert, bei der sich die Grünen als einzige Partei skeptisch gegenüber den Abriss-Plänen geäußert hatten, was ihnen viel Zustimmung eingebracht habe.
Martin Halbrügge und Angelika Schwab (beide Halver) plädierte für kleine Schritte in Sachen „Grünes Volmetal“, die gut zu vermitteln und zeitnah umzusetzen seien. Hier sollten Kreisverband und Kreisfraktion verstärkt aktiv werden, appellierten sie an John Haberle.
Der saß als Ansprechpartner mit am Tisch. Der neue Kreissprecher der Grünen richtete den Blick schon auf die 2017 anstehenden Wahlkämpfe in Land und Bund. Er forderte die Volme-Grünen auf, sich Gedanken über geeignete Kandidaten zu machen und skizzierte den Stand der Überlegungen m Kreisverband. Die Wahlvorbereitungen wollen die Grünen „oben an der Volme“ möglichst gemeinsam angehen. Weitere Schritte sollen, wiederum in lockerer Runde, beim nächsten Treffen in Meinerzhagen abgesprochen werden. (rk)

 

6. September 2016

Exkursion entlang der Volme

Meinerzhagen.“ Die Wanderung entlang der Volme hat uns neue Erkenntnisse gebracht, allerdings wenige positive“. das ist das Fazit von Karl Hardenacke, Sprecher der Grünen in Meinerzhagen. Der Ortsverband hatte zu einer Exkursion an die Volme eingeladen, um sich ein Bild von der Offenlegung an der Stadthalle und weiterer Renaturierungsmaßnahmen zu machen.

„Von echter Renaturierung kann man nur im Bereich unterhalb der Kläranlage sprechen, dort wo das Haus Schleifkotten abgerissen wurde“, so Hardenacke. In dem Bereich habe sich die Volme einen Weg gesucht und schon kleine Inseln und Bänke so wie Kolke (Vertiefungen) gebildet. Den Grünen fiel auch Schaumbildung unterhalb der Kläranlage auf, wo das Wasser aus dem Nachklärbecken in die Volme geleitet wird. Ob dort Grenzwerte überschritten werden oder was bei größeren Zulaufmengen bei Starkregen geschieht, könne nur durch Probenentnahme ermittelt werden. Substanzen wie Eiweiße oder Tenside könnten verursachend sein.

Ansonsten bewerteten die Grünen den Verlauf als unverändert schlecht, da der Bach einseitig mit Stein- oder Betonwänden eingefasst sei. Das behindere Wechselbeziehungen zwischen Wasserkörper und Ufervegetation.  „An der Stadthalle ist nach heutiger Beurteilung von einer kanalförmigen Flussbettgestaltung auszugehen, in deren Bereich die Natur wenig Chancen hat“, so Hardenackes Bilanz. Auf einer Seite sei der Bach in Betonwänden gefasst, auf der Stadthallenseite in zu steile Uferbereiche. Hardenacke: „Der Landschaftspflegerische Begleitplan der Stadt Meinerzhagen spricht von Offenlegung und Renaturierung der Volme im Bereich der Stadthalle. Die Offenlegung ist erfolgt, ob der Begriff Renaturierung jemals Berechtigung finden wird, muss die weitere Ausführung der Feinmodellierung zeigen, ist aber eher unwahrscheinlich.“

Die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit ist das erklärte Ziel der maßgeblichen Blauen Richtlinie. Ufer- und Sohlsicherung bieten aber keine gute Basis für eine gewässertypkonforme Entwicklung. Weitgehend fehlen Seitenerosionsmöglichkeiten. Mittelgebirgsflüsse (Typ 9 nach Blauer Richtlinie) sind geprägt von fein- bis grobmaterialreichen Silikaten, die eingebrachten, Steinbrocken entsprechen diesem Typus nicht. Typgemäße Lebensraumvielfalt (Kolke, Terrassen, Kiesbänke, Flachwasser Totholzansammlungen, Laubansammlungen) muss sich auf Dauer etablieren können. Einfach gesagt: Sie entscheiden über Erfolg oder Misserfolg einer Renaturierung. Auf die „Vorher-Nachher-Erhebung“, die eine Grundlage für eine Beurteilung des Projekterfolgs bilden kann, darf man gespannt sein.

 

1. September 2016

"Wie grün ist das Volmetal?"


Antworten auf diese Fragen, besser Handlungsanleitungen für ein grünes Volmetal, gab Klaus Brunsmeiser bei der Mitgliederversammlung der Halveraner Grünen. Im Bürgerhaus Oberbrügge zeigte der stellvertretebnde Bundesvorsitzende des BUND vier Problemfelder auf.
Der Bereich "Oben an der Volme" sei weitgehend noch in gutem Zustand. Halver, Schalksmühle, Kierspe und Meinerzhagen böten noch Naturlandschaft, um die viele die Volmetaler beiden würden. Aber: Sie wird schlecht vermarktet. Als Probleme verwies Klaus Brunsmeier auf
den anhaltenden Flächenverbrauch (Ausweisung immer neuer Gewerbeflächen),
den Grünlandumbruch mit Maisanbau,
die Intensivierung der Landwirtschaft (weniger Betriebe, aber mehr Tiere) und den Wegfall touristischer Ziele.
Letztes machte er beispielhaft am Aussichtsturm an der Karlshöhe in Halver fest. Der habe herausragende Bedeutung auch für die Identifikation mit der Region, verfalle aber zusehends.
Der BUND-Vorsitzenden rief zu gemeinsamen Aktionen auf.
Der Nachhaltigkeit bei der Inanspruchnahme von Freiflächen müsste mit der Forderung nach Erhalt von Freiflächen begnet werden. Es müsse deutlich werden, wo die Grenzen lägen. "Der Grünlandumbruch mit Glyphosat für den Maisanbau muss skandalisiert werden", so Klaus Brunsmeier. Maisanbau und Gülleimporte müssten reglementiert werden. Als grotesk bezeichnete er die Tatsache, dass Windkraftanlagen mit Verweis auf Wasserschutzgebiete verhindert würden, aber Gülle importiert und ausgebracht werden dürfte. Gerade Halver mit der größten Güllekatastrophe im vorigen Jahr fordere heraus, hier aktiv zu werden. Brunsmeier machte Mut: das könne durch regionale Planung erreicht werden.
Er forderte "Naturschutz mit einfachen Formaten" wieder erlebbar zu machen und schon Kinder für diese Ziele zu begeistern. Parallel gelte es touristische Ziele aufzuwerten, neue zu schaffen und vor allem "die Landschaft  in Wert zu setzen".
Als Beispiel nannte Klaus Brunsmeier die Medebacher Bucht. Vor 20 Jahren seien Naturschützer und Grüne dort für die Ausweisung vom Schutzgebieten angefeindet worden. Inzwischen lobten örtliche CDU-Bürgermeister die Entscheidungen und die Aufwertung ihrer Region, die dadurch erfolgt sei.
Grünen-Sprecher Martin Halbrügge griff die Idee Brunsmeiers zu einer Exkursion auf, um sich gelungene Beispiele eine Wertsteigerung der Landschaft und der sich daraus ergebenden Möglichkeiten anzusehen. Geplant ist eine Exkursion in die Medebacher Bucht. Dabei erhoffen sich die Grünen im Volmetal Anregungen für eigene Projekte. Die könnten in den Leader-Prozess eingebrat werden. Das Projekt setzt ausdrücklich auf die Förderung ländlicher Regionen. (rk)

 

10. August 2016

Bürgertreff der Grünen: Unmut über geplanten Stadthallen-Abriss

Gegner planen Aktionen - Kritik an Informationspolitik

Meinerzhagen. Vertreten die Wahlkreisabgeordneten der großen Parteien in Meinerzhagen noch ihre Bürger? Die Frage stand angesichts der Haltung besonders von CDU und SPD beim Bürgertreff im Raum. Zum monatlichen Bürgertreff hatte der Ortsverband der Grünen für Dienstagabend in die Galerie Langenohl eingeladen. Die Grünen wollten den Bürgern eine Stimme geben.

Die Einladung war auf unerwartet große Resonanz gestoßen. Im Mittelpunkt der Kritik stand die lückenhafte Informationspolitik der Verwaltung. Eingangs hatte Grünen-Sprecher Karl Hardenacke betont, dass sich die Grünen als einzige Fraktion für den Erhalt der Stadthalle ausgesprochen haben. Wie Kompromisse aussehen könnten, etwa durch Veränderung der Anbauten, müsse man sehen, wenn konkrete Vorschläge auf dem Tisch lägen.

Kuk: Alleinstellungsmerkmal

KuK-Vorsitzender Karl-Heinz Kraus erläuterte die Bedeutung der Stadthalle für kulturelle Veranstaltungen. Künstler seien mit den Räumlichkeiten, Technik und Akustik hoch zufrieden. Man darf "das Alleinstellungsmerkmal nicht aufgeben", so Kraus.

Teilnehmer des Treffens zweifelten an der Seriosität der Sanierungskosten, die in Umlauf gebracht worden sein. Folgekosten, wie Unterbringung der Stadtbücherei und des Stadtarchiv seien ignoriert worden.

Mit den Grünen diskutierten etwa 50 Besucher Hardenackes Frage: "Was können wir tun, um Ideen für den Erhalt der Stadthalle zu finden?". Danach müssen sich Ratsmitglieder auf Besuche oder Anfragen der Abriss-Gegner einstellen. Die riefen dazu auf, ihre Wahlkreisvertreter zu besuchen und sie Farbe bekennen zu lassen. Vorschläge gingen dahin, auch in der Region als Einzugsgebiet der Stadthalle für den Erhalt zu mobilisieren. Auf den Weg gebracht wurde bei dem Bürgertreffen Dienstagabend bereits eine Liste mit Unterstützern, die sich untereinander informieren und weiter mobilisieren wollen.

Antworten auf Homepage

Der Ortsverband der Grünen hat den Fragenkatalog an die Verwaltung, der Klarheit in die Pläne bringen soll, auf dieser Homepage veröffentlicht. Dort, so Fraktions-Sprecher Ingolf Becker, "werden wir auch die Antworten der Stadt einstellen, wenn sie denn endlich vorliegen."

Interessenten einer Initiative zum Erhalt der Stadthalle wollen sich am 17. August, 18 Uhr, in der Galerie Langenohl treffen. Dann sollen weitere Aktionen konkretisiert oder vorbereitet werden. (rk)

 

5. Juni 2016

Bunte Tüten für ein ernstes Anliegen

Aktion "Papier statt Plastik" in der Fußgängerzone


Meinerzhagen. Bunte Tüten als ernste Mahnung. Zwischen Laternen baumelten am Freitag Plastiktüten an der Leine. Die 76 Tüten standen für den durchschnittlichen Verbrauch jedes Bundesbürgers von Kleinkind bis zum Greis. Mit der Aktion "Papier statt Plastik" haben die Grünen auf ein gravierendes Abfallproblem aufmerksam gemacht. Anlass war die Nachhaltigkeitswoche, die die Vereinten Nationen initiiert haben.

Und: Die Grünen haben Alternativen aufgezeigt: Stofftaschen, Körbe oder das "Tütle". Die Papiertüten sind in der Herstellung zwar nicht unbedingt umweltfreundlicher als Plastiktüten, belasten aber Umwelt und Natur nicht bei der Entsorgung. Grünen-Sprecher Karl Hardenacke demonstrierte mit der 12,5 Kilo schweren Eisenhantel, dass die Tüten auch gewichtige Einkäufe aushalten. Selbst Nässe macht ihnen nichts aus. Das bewies Matthias Kretschmer mit der Gießkanne.

Die Anliegen der Grünen, dass mit der Vielzahl der Plastiktüten und Coffee-to-go-Becker unnötig viel Müll produziert wird, teilten viele Passanten. Sie begrüßten die Aktion. Manche stellten demonstrativ ihre Stofftaschen zur Schau, mit denen sie ihren Wochenend-Einkauf erledigten.

Wer zwei Fragen zum Verbrauch von Plastiktüten oder Kaffeebechern richtig beantwortete, konnte mit der Zahl einen Tresor öffnen. Mit dem Gewinn (Gutschein für eine Tasse guten Kaffees in den umliegenden Cafes) wollten die Grünen zeigen: es geht auch anders. Die Cafes haben die Aktion durchweg begrüßt. Papiertüten für den nächsten Einkauf konnten sich Interessenten auch mitnehmen - und selber testen. Grünen-Sprecher Karl Hardenacke verwies auf gute Ansätze: "Einige Geschäfte haben schon die Papiertüten eingeführt." Er hofft, dass weitere dem gutem Beispiel folgen und Meinerzhagen auch mal ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit setzt. (rk)

 

 

1. Juni 2016

Atomausstieg: viele Fragen bleiben offen

Klaus Brunsmeier erläutert aktuellen Stand der Diskussion


Meinerzhagen. Atomausstieg und Energiewende. Ende gut, alles gut? Keineswegs. Das machte Klaus Brunsmeier in seinem Vortrag "Atomausstieg: Altlasten und neue Kosten - Konzepte für die Zukunft"  im ev. Gemeindehaus am Inselweg deutlich. Der stellvertretende BUND-Vorsitzende ist Mitglied der Kommission, die der Bundestag eingesetzt hatte, um Vorschläge zur Standortfindung für ein Endlager zu machen.

"Die Komplexität ist kaum vermittelbar", machte Brunsmeier, der auf Einladung der Grünen nach Meinerzhagen gekommen war, deutlich. Der Umweltexperte schaffte es dennoch einen Eindruck von den Aufgaben zu vermitteln, um die es geht. Schnell wurde auch klar, die Probleme sind mit dem Abschalten der Atomkraftwerke nicht gelöst. Viele Fragen sind offen: Wohin mit den atomaren Abfällen? Wie könnten Lösungen aussehen? Sollen jetzt Entscheidungen getroffen, die spätere Generationen binden? Gibt es vielleicht irgendwann Technologien, mit denen der Müll besser beherrschbar ist?

Atommüll bleibt ein Problem

Mit Zahlen und anhand von Beispielen zeigte der BUND-Experte auf, wie hoch das Aufkommen an atomarem Abfall ist. Kaum einer in der Runde wusste, das allein in NRW Atommüll an sieben Standorten gelagert oder weiter verarbeitet wird. Schrott etwa wird solange "gestreckt", bis die Grenzwerte für Strahlungen unterschritten werden.  - Atommüll kommt so z. B. als Besteck wieder auf den Tisch. Klaus Brunsmeier machte deutlich, dass viele, auch ethische Fragen nicht gelöst sind. Bis es ein sicheres Endlager gibt, dürften noch etwa 80 Jahre ins Land gehen. Sicher ist auch, dass die Kosten nicht die Verursacher, also die Energiekonzerne tragen, sondern wir, die Steuerzahler oder Stromkunden. "Zahlen müssen wir eh", so Brunsmeiers Botschaft. Dann besser, weil sozial gerechter, die Steuerzahler, als einfache Haushalte über höhere Stromkosten.

Aufgabe der Kommission, die Ende Juni ihren Bericht vorlegen soll, ist es nicht ein Endlager zu bestimmen, sondern den Suchprozess zu organisieren, Kriterien für die Suche festzulegen und Verfahren dafür zu skizzieren. Bisher, so Brunsmeier, sei nur nach Lagerstätten in Salz gesucht worden. "Es geht auch in Ton oder Granit". Der BUND-Experte geht davon, dass am Ende eines mehrstufigen Auswahlverfahrens "drei bis fünf Standorte" in die engere Wahl kommen. 2031 soll dann feststehen, welcher die "bestmögliche Sicherheit bietet". Was die Sicherheit angeht, vertraut Brunsmeier eher einer unterirdischen Lagerung. Die Geologie sei berechenbarer und zuverlässiger als der Mensch.

Kommission mit Erfolgen

Die Arbeit der 2014 eingesetzten Kommission habe bisher dazu geführt, die Einlagerung des Atommülls als staatliche Aufgabe anzusehen und sie nicht mehr der Wirtschaft zu überlassen. Bei Entscheidungen über den Standort eines Endlagers soll es Rechtsschutz für die Betroffenen geben und es gibt ein Exportverbot für Atommüll. Er wird dort entsorgt, wo er anfällt. Wünschenswert wäre es den Atomausstieg ins Grundgesetz zu schreiben, damit der neuerliche Ausstieg aus dem Ausstieg nicht wieder durch Änderung der politischen Kräfteverhältnisse beschlossen werden kann.

Für künftige Technologien wie Gen- oder Nanotechnologie forderte Klaus Brunsmeier vor deren Einsatz eine Risikoabschätzung, um künftigen Generationen ein Dilemma wie mit der Atomenergie zu ersparen. Für den Ausstieg und die Entsorgung müsse weiter mobilisiert werden. Für die Beherrschung der Technologie brauche man auch künftig hochqualifizierte Fachkräfte. Und die brauchten für den schwierigen Job gesellschaftliche Wertschätzung und entsprechende Bezahlung. Vor dem Hintergrund der großen Aufgabe und der Unwägbarkeiten sei es unverständlich, dass Bundesbildungsministerin Wanka Forschungsmittel immer noch in die Erzeugung der Atomenergie statt in die Lösung der Entsorgungsprobleme stecke.

Aktion in Fußgängerzone

Der Vortrag zum aktuellen Stand des Atomausstiegs und der Energiewende war Teil der Aktivitäten zur Nachhaltigkeitswoche, an der die Meinerzhagener Grünen sich beteiligen. Am Freitag, 3. Juni, geht es darum, Plastikabfall durch bewussteren Einkauf zu vermeiden. "Papier statt Plastik" ist dann Thema einer Aktion mit Gewinnspiel in der Meinerzhagener Fußgängerzone.                                         (rk)

 

24. Mai 2016

Atomausstieg ungelöst: Konzepte und Kosten

Auftakt zur Nachhaltigkeitswoche - Mitglied der Atommüll-Kommission stellt sich der Diskussion

Meinerzhagen. In Halver, wo er zuhause ist, hat Klaus Brunsmeier Zeichen in Sachen Naturschutz gesetzt. Dort leitet er das Projekt Heesfelder Mühle. In Berlin, wo er als stellvertretender Vorsitzender des BUND tätig ist, hilft er mit, ein Endlager für den atomaren Abfall zu finden. Am 31. Mai ist Klaus Brunsmeier im Gemeindezentrum am Inselweg zu Gast. Sein Thema: Atomausstieg: Altlasten und neue Kosten - Konzepte für die Zukunft."

Neben dem Info-Abend mit Klaus Brunsmeier plant der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen weitere Aktivitäten im Rahmen der europaweiten Nachhaltigkeitswoche (30. Mai bis 5. Juni). So ist für den 3. Juni eine Aktion "Papier statt Plastik" vorgesehen. Dabei soll auf Alternativen zur Plastiktüte beim Einkauf aufmerksam gemacht werden.

Neue Gefahr durch EU-Pläne?

Der Vortrag Brunsmeiers, der die Probleme und Lösungsmöglichkeiten nach der Energiewende thematisiert, bildet den Auftakt zur Nachhaltigkeitswoche. Besondere Aktualität erhält der Besuch des Umwelt-Experten durch jüngst bekanntgewordene Pläne der EU-Kommission, den Bau neuer Atomreaktoren voranzutreiben. Andererseits sind vor allem Bewohner der Grenzregion um Aachen besorgt, weil die nur 70 Kilometer entfernten belgischen Atommeiler Risse aufweisen und mehrfach abgeschaltet werden mussten.

"Heißes Thema" im Gemeindezentrum am Inselweg

Zum Auftakt am 31. Mai, im evangelischen Gemeindezentrum am Inselweg gibt Brunsmeier "zunächst einen kleinen Überblick, wieviel Atommüll es in Deutschland gibt und wie ungeklärt es noch ist, wo dieser überhaupt einmal gelagert werden soll." Zudem beleuchtet der BUND-Experte Aufgaben und Ergebnisse der Kommission „Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe“, der er seit ihrer Gründung 2014 angehört. Interessant in diesem Zusammenhang dürfte auch die Frage der Kosten für die Endlagerung sein. Viele bezweifeln, dass die Rücklagen der Energiekonzerne ausreichen, diese Kosten zu decken.

Im Anschluss an den Vortrag, der am Dienstag,31. Mai, um 19 Uhr beginnt, besteht die Möglichkeit mit Klaus Brunsmeier zu diskutieren.                                                                                                           (rk)

Links zur Nachhaltigkeitswoche:

www.aktionstage-nachhaltigkeit.de

www.esdw.eu/?lang=de

www.bund.net/themen_und_projekte/atomkraft/atommuell_kommission/die_kommission

www.bund.net/themen_und_projekte/atomkraft/atommuell_kommission/zwischenbilanz

www.gruene.de/themen/atomausstieg-energiewende/steuermilliarden-an-atomkonzerne-nein-danke.html

 

27. April 2016

Mahnwache: Grüne erinnern an Reaktor-Katastrophen

Atommeiler  in Belgien eine naheliegende Gefahr

Manche erinnern sich: Kinder durften nicht mehr im Sandkasten spielen. Kühe mussten im Stall bleiben. Gemüse aus dem Garten war tabu. Nur wenige Tage nach dem bislang größten Reaktorunglück in Tschernobyl hatte die radioaktive Wolke auch unsere Region erreicht. Daran erinnerte der Ortsverband der Grünen in Meinerzhagen am 26. April, dem 30. Jahrestag der Reaktorkatastrophe mit einer Mahnwache in der Fußgängerzone.
Für Matthias Kretschmer, der die Mahnwache und einen Filmabend im Weltladen zur Atomkraft und ihren Risiken organisiert hatte, ist es erstaunlich, "wie wenig das noch im Bewusstsein ist." Das Unglück in Fukushima vor fünf Jahren hat erneut gezeigt, wie riskant die Technologie ist. Jetzt, so Kretschmer, müsse man sich Sorgen um die belgischen Atommeiler machen. Die Reaktoren liegen nur wenige Kilometer hinter der Grenze. Kretschmer: "Bei einer Reaktorschmelze haben wir die radioaktive Wolke je nach Wetterlage in zwei bis drei Stunden hier."

Kretschmer, der sich seit Jahrzehnten gegen die Atomkraft engagiert, war erst kürzlich im Raum Aachen. Sein Fazit: "Die Leute dort sind sehr besorgt." Die belgischen Reaktoren waren in letzter Zeit mehrfach abgeschaltet worden. In den Behältern gebe es zahllose Risse, manche zehn Zentimeter lang. Menschen in der Grenzregion klagen inzwischen gegen den Betrieb der Reaktoren.
Für die Grünen waren die Jahrestage von Tschernobyl und Fukushima Anlass, nochmals auf die Gefahren dieser Technologie hinzuweisen und sie ins Bewusstsein zu rücken. Auch deshalb, weil es mit Sonne, Wind und demnächst sicher auch mit Wasserstoff Alternativen gibt.

Die Meinerzhagener Grünen waren mit ihrer Mahnwache in der Fußgängerzone nicht die einzigen, die am 30. Jahrestag an die Tschernobyl-Katastrophe erinnerten. Der Verein Kinder von Tschernobyl e.V. hatte in Kierspe einen kleinen Stand, an dem er durch die Vorstellung seiner Arbeit indirekt an diese Katastrophe erinnerte. Der Verein versucht die Folgen der Strahlung für die Gesundheit vor allem der Kinder in der Region um den Reaktor zu mindern und bietet ihnen seit Jahren ein paar Wochen unbeschwerter Erholung im Sauerland. (rk)

 

26. April 2016

Tschernobyl war der schlimmste Unfall in der friedlichen Nutzung der Atomkraft

Vor 30 Jahren wurde das Vertrauen in die Kernenergie erschüttert - mit weitreichenden Folgen bis heute.

Im Atomkraftwerk Tschernobyl nördlich von Kiew ist 1986 ein Sicherheitstest geplant. Im Reaktorblock 4 soll überprüft werden, ob die Turbine bei einem Stromausfall in der Lage ist, die Zeit bis zum Anlaufen der Dieselgeneratoren - knapp eine Minute - mit ihrer Restleistung zu überbrücken. Anderenfalls wäre eine Kühlung des Reaktors nicht mehr gewährleistet und es könnte zu einer Kernschmelze kommen. Für die Durchführung eines solchen Experiments muss der Reaktor stabil laufen und unter Kontrolle sein, Notkühlsystem und Havarieschutzsystem sollten fehlerfrei funktionieren. Im Jahr davor war ein entsprechender Test im Block 3 des Kraftwerks fehlgeschlagen.


26. April 1986, 1.23:58 Uhr

Bei Temperaturen über 2000 Grad Celsius schmelzen die Brennelemente und reagieren mit dem sie umgebenden Wasser. Augenzeugen berichten von zwei Explosionen binnen weniger Sekunden. Die über 3000 Tonnen schwere Reaktordeckplatte wird weggesprengt. Ein Feuersturm bläst die radioaktiven Spaltprodukte, die aus der Kernschmelze austreten, in die Atmosphäre.

Der glühend heiße, sieben Meter hohe Graphitblock im Reaktorkern fängt Feuer. Insgesamt verbrennen während der ersten zehn Tage nach dem Unfall 250 Tonnen Graphit. Riesige Mengen an radioaktiver Nuklide werden durch die Explosionen und den anschließenden Brand des Graphit-Moderators freigesetzt. Der heiße Luftstrom transportiert sie bis in 1200 Meter Höhe.

Radioaktives Jod-131 (Halbwertzeit 8 Tage), Cäasium-134 (Halbwertszeit 2 Jahre) und Cäsium-137 (30 Jahre) werden mit der austretenden Wolke Hunderte Kilometer weit in die Umwelt getragen, radioaktive Metalle in Form von Staubpartikeln freigesetzt, die sich auf dem Boden niederschlagen.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/tschernobyl-der-super-gau-im-protokoll-a-1089220.html

Fotos: http://www.spiegel.de/fotostrecke/tschernobyl-projekt-von-alina-rudya-prypjat-mon-amour-fotostrecke-136510.html

Mehr Fotos: https://www.flickr.com/photos/cmdrcord/sets/72157630000682736

 

13. April 2016

Interkommunale Zusammenarbeit hilft Kosten zu senken


Bürgerstammtisch: Oliver Held berichtet über positive Erfahrungen aus Altena

"Das Geld liegt auf der Straße." Was sich so leicht sagt, hat offenbar einen realen Kern. Das macht Oliver Held, Sprecher der Grünen in Altena beim Bürgerstammtisch des Ortsverbandes der Grünen in Meinerzhagen deutlich. Allein beim Bauhof spart die interkommunale Zusammenarbeit, die Altena und Nachrodt-Wiblingwerde praktizieren, rund 180.000 Euro. - Und damit deutlich mehr als zunächst erwartet worden war.
Wie funktioniert interkommunale Zusammenarbeit und was bringt sie? Das waren die Themen, die Oliver Held auf Einladung der Grünen erläuterte. Karl Hardenacke, Sprecher der Grünen in Meinerzhagen, wies darauf hin, dass Einsparvorschläge der Grünen an der Volme genau in diese Richtung zielen: mehr Effizienz, weniger Kosten durch die Kooperation mit Nachbarkommunen zu erzielen.

Leere Kassen fördern Kreativität.

Im Fall Altena und Nachrodt-Wiblingwerde hatten der starke Bevölkerungsrückgang und die desolate Finanzlage zu neuen Überlegungen geführt. Den Anstoß, so Oliver Held, hatte die Bezirksregierung gegeben. Auf fünf Handlungsfeldern konzentriert sich die Zusammenarbeit:

  • gemeinsame Sekundarschule
  • Soziales
  • Bauhof
  • Standesamt und
  • Bücherei

Im Fall der Bücherei ist auch noch Neuenrade mit im Boot. Somit können alle drei Kommunen von Förderprogrammen des Landes profitieren und ein attraktives Angebot vorhalten. Nach Anlaufschwierigkeiten und der Sorge, Kompetenzen abzutreten, habe sich die Zusammenarbeit inzwischen eingespielt und gegenseitiges Vertrauen eingestellt, so Held. Beide Kommunen seien im "Stärkungspakt eins, da muss man kreativer sein."

"Spektakulärster " Punkt war die Kooperation in Sachen Bauhof. Die Aufgaben wurde komplett von Altena übernommen. Nachrodt-Wiblingwerde regelt standesamtliche Angelegenheiten für beide Kommunen. Abgesehen vom Bauhof, wo sich die Einsparungen beziffern lassen, gehe es "im Wesentlichen um Einsparungen beim Personal", so Oliver Held. Freiwerdende Stellen werden nicht neu besetzt, Aufgaben neu verteilt. Inzwischen herrsche ein "Geist, Probleme durch eine gemeinsame Brille zu sehen."

Bäderschließung kostete keine Stimmen.

Oliver Held ging auch auf die Debatte um die Schließung eines Freibades und einer Grundschule in Altena ein. Angesichts der Kosten müssten auch solche Entscheidungen getroffen werden. Bei der Wahl habe sich das nicht negativ ausgewirkt.

Für die Meinerzhagener Grünen waren die Ausführungen Helds, der auch Sprecher der Grünen im Städte- und Gemeindebund ist, eine Bestätigung ihrer Überlegungen zu Einsparmöglichkeiten in Meinerzhagen.

 

14. März 2016

Strategie-Treffen der Grünen: Zeitaufwand, um künftig Zeit zu sparen

Ortsverband und Fraktion hinterfragen eigene Arbeit

Die eigene Arbeit bewerten und hinterfragen. Darum ging es bei einer Klausurtagung  von Ortsverband und Fraktion der Meinerzhagener Grünen. Matthias Kretschmer, Leiter des wald- und umweltpädagogischen Zentrums Heed hatte als Coach für die Teilnehmer ein strammes Programm vorbereitet. Nach dem Vorbild einer klassischen SWOT-Analyse ging es darum, sich der eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu werden, Ziele und Handlungsfelder zu ermitteln und zu beschreiben.
Als Problem wurde sehr schnell klar, dass alle ehrenamtlich tätig sind und Zeit ein entscheidender Faktor ist. In einem Umsetzungsplan sollen Ziele und Aktionen transparenter erfasst und verfolgt werden. So weit die Theorie. Die praktische Umsetzung mit möglichen Zuständigkeiten soll zeitnah in größerem Kreis diskutiert und zügig umgesetzt werden. Bis dahin sollen auch die Teilnehmer ihre "Hausaufgaben" gemacht und die Aktionsfelder konkreter beschrieben haben.
Obwohl nicht alle Punkte am Samstag im Heed bearbeitet werden konnten, waren sich alle einig, dass das Treffen und der zusätzliche Zeitaufwand sich gelohnt haben. Karl Hardenacke, Sprecher des Ortsverbandes der Grünen: "Wir waren uns einig, ein solches Strategietreffen in jährlichem Turnus abzuhalten. Wir versprechen uns davon eine effektivere Arbeitsweise und eine zeitliche Entlastung." Wie die aussehen könnte, hatte Matthias Kretschmer mit seinem stringenten Coaching vorgemacht.

 

11. März 2016

Fukushima mahnt - Zum 5. Jahrestag der Reaktorkatastrophe


Fünf Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima können viele Menschen noch immer nicht in ihre strahlenbelastete Heimat zurückkehren. 100.000 Menschen leben weiterhin in Notunterkünften oder Ausweichwohnungen. Auch technisch ist die Atomkatastrophe nicht im Griff. Täglich dringt Wasser ins Reaktorgehäuse, das dort radioaktiv belastet wird und wieder in die Umwelt gelangt.

Fukushima zeigt, dass selbst ein fortschrittliches Industrieland nicht in der Lage ist, die Gefahrentechnologie Atomkraft  sicher zu beherrschen. Der Jahrestag der Katastrophe mahnt uns, den Ausstieg aus dieser Gefahrentechnologie weltweit voranzutreiben.

In Europa müssen marode, störanfällige Risikoreaktoren schnellstmöglich vom Netz. Fessenheim, Cattenom, Tihange, Doel, Beznau oder Temelin gehören sofort stillgelegt. Sie sind eine permanente Gefahr auch für die Bevölkerung in Deutschland, wie Katastrophenszenarien immer wieder aufzeigen. Die jüngste skandalöse Enthüllung eines vertuschten Störfalls im Atomkraftwerk Fessenheim zeigt einmal mehr, wie sehr es Betreibern und Aufsichten in unseren Nachbarländern an einer ausreichenden Sicherheitskultur mangeln lassen. Darauf hat die Bundesregierung erneut mit routiniertem Desinteresse reagiert statt sich massiv gegen die alltägliche Bedrohung bei unseren Nachbarn einzusetzen.

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2. März 2016

Grüne entsetzt über Kahlschlag an B 54 im Bereich Autobahn-Auffahrt

Hardenacke fragt nach Abstimmung mit Stadt - Straßen.NRW als Holzhändler?

Meinerzhagen. Kahlschlag an der B 54. Entsetzt über den Umfang der Fällaktion von Straßen NRW im Bereich der B 54 und der Anschlussstellle zur Autobahn zeigte sich Karl Hardenacke, Sprecher der Grünen in Meinerzhagen. Er sieht durch die Aktion auch Wohngebiete und damit Interessen der Stadt berührt. Hardenacke fragte beim Technischen Service der Stadt nach, ob die Aktion mit der Stadt abgestimmt sei. Dabei wurde deutlich, dass die Fällaktion hinsichtlich ihres Ausmaßes auch dort auf Unverständnis gestoßen ist.

Der Grünen-Sprecher kritisiert: "Jeder positive Einfluss von Bäumen wird zunichte gemacht. Bäume haben einen äußerst positiven Einfluss auf die Qualität der Luft. Sie produzieren Sauerstoff, binden das schädliche Kohlendioxid und reduzieren Feinstaub." Als weitere Pluspunkte für einen Erhalt des Baumbestandes führt Hardenacke an, dass die Schatten spenden und das Aufheizen von versiegelten Flächen verringern. Sie sorgten für Wasserspeicherung bis hin zur Verhinderung von Erdrutschen und kontrollierte Verdunstung. Auch durch Veränderung der Luftströmung bewirkten sie eine Verringerung der Schadstoffbelastung der Luft. Negative Auswirkungen des Kahlschlags sei eine Minderung des Sicht- und Lärmschutzes.

"Leider", so der Grünen-Sprecher, "ist das kein Einzelfall, an Bundesautobahnen, Bundes- und Landstraßen sind solche überzogenen Maßnahmen zu beobachten, die weit über Sicherungs- und normale Pflegemaßnahmen hinaus gehen. Man kann die Vermutung haben, dass Straßen. NRW den Geschäftsbereich 'Holzverkauf' zur Gewinnerzielung ausbaut."

 

10. Februar 2016

"Papier statt Plastik" - Grüne setzen Zeichen gegen Vermüllung

Stammtisch beschäftigt sich mit aktuellem Thema - Ab April will Handel Gebühr für Plastiktüten einführen

Aktueller geht es nicht. "Papier statt Plastik" war das Thema beim Grünen-Stammtisch am Dienstagabend. Am nächsten Morgen beherrschte die Plastiktüte die Wirtschaftsseite der Zeitung. Ab April will der Einzelhandel Gebühren für die Ausgabe der Tüten einführen. Der Ortsverband der Grünen hatte zum Stammtisch Peter Schürholz, Prokurist der GSD-Verpackungen aus Drolshagen eingeladen (2.v.r.). Er stellte die Alternative vor: Papiertüten, die nassfest sind, also auch einen Einkauf im Regen unbeschadet überstehen.
Erst kürzlich hatte die Vermüllung der Meere durch Plastikteile Schlagzeilen gemacht. Inzwischen muss man gar nicht auf andere zeigen, wie Peter Schürholz deutlich machte. Auch der Rhein ist bereits stark durch Plastikteilchen verunreinigt. Teilweise treiben in Flüssen mehr Plastikteilchen als Fischlarven, haben Forscher der Uni Wien festgestellt.  Jeder, der Plastiktüten zum Einkauf nutzt, ist ein potenzieller Umweltverschmutzer. 71 Kunststofftüten verbraucht jeder Einwohner in Deutschland pro Jahr. Das liegt deutlich über den EU-Vorgaben von 40 Tüten, die ab 2025 gelten sollen. Notfalls, so das Umweltbundesamt, soll eine Bezahlpflicht für Kunststofftüten per Verordnung eingeführt werden.
Hardenacke: Kunden und Handel müssen handeln
Für Grünen-Sprecher Karl Hardenacke muss es soweit gar nicht kommen. Er und seine Mitstreiter setzen auf freiwillige Lösungen. Und die ist einfach: Papier statt Plastik. Hardenacke: "Da sind wir als Kunden in der Pflicht, aber auch der Einzelhandel ist gefordert."
Peter Schürholz macht beim Grünen-Treffen deutlich, dass Papiertüte nicht gleich Papiertüte ist. Im Süden der Republik gebe es bereits Kommunen, die auf die umweltfreundliche und verrottbare Verpackung setzen - mit Erfolg. In Olpe setzt das Stadtmarketing auf Papiertüten, die gleichzeitig für den Ort werben. Inzwischen seien neue Papiere entwickelt worden, die auch bei Nässe rissfest seien. Die Tüten gibt es in verschiedenen Größen. Sie lassen sich zudem bedrucken und so als Werbeträger nutzen. Und nach dem Einkauf können sie noch als Biomüll-Tüte eingesetzt werden, um auf dem Kompost zu verrotten, listetet Schürholz die Vorteile auf.
Grüne geben Beispiel
Die Meinerzhagener Grünen werden mit gutem Beispiel vorangehen. Für die Nachhaltigkeitswoche werden sie Papiertüten ordern. Bernd-Marin Leonidas, Geschäftsführer des Stadtmarketing Meinerzhagen , will sich ebenfalls für den Umstieg auf Papier einsetzen.  Ein Ansatzpunkt: der Wochenmarkt. Der, so die Grünen, biete sich an, Papiertüten zu nutzen - und für die Stadt zu werben.

(rk)

Link:
www.gsd-drolshagen.de
www.n-tv.de/wissen/Rhein-stark-mit-Plastikteilchen-verschmutzt-article16525741.html
www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.nagold-plastiktaschen-durch-tuetle-ersetzen.138e2294-429e-4edd-8207-a44d3a69748f.html
www.facebook.com/tuetle101/posts/1632864370320102

 

20. Januar 2016

Was gehört nicht auf dieses Bild?

(Bildquelle: Pixabay.com)

Wir haben den Plastik-Müll auf dem Strand gemeint, oder ist ihnen nur die Dame mit der Nikolaus-Mütze aufgefallen?

Bis 2050 soll es es in den Ozeanen mehr Plastik-Müll als Fische geben ...

<mehr Infos hier>

 

19. Januar 2016

Großer Teil der Zuwendungen geht zurück in die Stadtkasse

Gemäß §56 Abs. 3 der Gemeindeordnung NRW und in Anwendung des §14 der Hauptsatzung der Stadt Meinerzhagen erhilt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen für die Geschäftsführung aus Haushaltsmitteln 1596,- Euro (für 2015). Von den Zuwendungen gehen jetzt 894,47 Euro wieder zurück auf das Konto der Stadt Meinerzhagen. Das Anmieten von Räumlichkeiten für die Durchführung von Fraktionssitzungen (240,- Euro) war, wie in den Jahren zuvor, einer der größte Ausgabenposten.

 

13. Januar 2016

Mitglieder bestätigen Sprecher des Ortsverbandes - Antje Lellwitz neue Kassiererin

Meinerzhagen. Die alten sind auch die neuen Sprecher des Ortsverbandes der Grünen. Bei der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend, 12. Januar, wurden Karl Hardenacke und Paolino Barone als 1. und 2. Sprecher des Ortsverbandes einstimmig im Amt bestätigt. Antje Lellwitz löst als Kassiererin Sibylle Panse ab, die ihr Amt wegen Umzugs aufgegeben hatte.

Auf Antrag von Ingolf Becker erteilte die Mitgliederversammlung dem Vorstand Entlastung. Becker und Beate Barone hatten die Kasse geprüft. Beanstandungen gab es nicht. Zum Jahresende 2015 lag der Ortskassen-Bestand bei 3.556 Euro und damit etwas niedriger als zu Jahresbeginn.

Koffer-Sammlung voller Erfolg

Auf eigenen Wunsch stand Margret Langenohl als Schriftführerin nicht erneut zur Wahl. Der Posten blieb vakant. Für die Vorstandsarbeit dankte Ingolf Becker den Sprechern. Für die alte Schriftführerin und die neue Kassiererin gab es einen Blumenstrauß.

Karl Hardenacke fand in der Rückschau auf 2015, dass es im auf den ersten Blick ereignislosen Jahr doch etliche Aktivitäten gegeben hatte. Schwerpunktthemen waren die Müllverwertung, die Bewältigung des Flüchtlings-Zustroms und gemeinsame Aktivitäten wie die Teilnahme an der Nacht der langen Tische oder die Wanderung zum Sommerfest im Heed. Bei den Bürgertreffs jeweils am 2. Dienstag im Monat standen zudem aktuelle Themen aus der Ausschuss- und Ratsarbeit auf der Tagesordnung. Erfolgreichste Aktion war die Koffersammlung im Spätherbst. Rund 600 Koffer, Reisetaschen und Rucksäcke spendeten Bürgerinnen und Bürger für Flüchtlinge in der Jugendherberge. - Ein Ergebnis, das alle Erwartungen übertraf, so Hardenacke.

Bildungsfahrt und Aktion gegen Atommeiler

Für das neue Jahr soll das Ziel der Bewerbung zur Fair-Trade-Stadt weiter verfolgt werden. Außerdem steht eine Bildungsfahrt ins Klimahaus nach Bremerhaven auf dem Plan. Info-Veranstaltungen sind zu Themen wie "Papier statt Plastik" (Ersatz für Einkaufstüten), erneuerbare Energien und ökologische sinnvolle Geldanlagen geplant. Mit einer Aktion im April auf die Atomkatastrophe von Tschernobyl vor 30 Jahren und die neuen Gefahren durch alte Atommeiler in Belgien aufmerksam gemacht werden.

 

10. Januar 2016

Kultur im Mittelpunkt des Treffens der Volme-Grünen

Kultur stand am Freitag, 8. Januar im Mittelpunkt des Treffens der Volme-Grünen. Der Ortsverband Halver hatte zum Benefizkonzert "Binyo meets Freunde Togos" eingeladen. Martin Halbrügge informierte über das Projekt. Binyo und seine Freunde überzeugten die Volme-Grünen mit ihrer Musik ebenso wie der Verein Freunde Togos mit seinen Hilfsaktionen für die Menschen in Westafrika.
Mehr:
www.gruene-volmetal.de